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Kategorie: Termine

RAPSODIA SATANICA in Amsterdam, Niederlande

04.November.2017

Koninklijk Concertgebouw, Großer Saal, 14:15 Uhr

Es spielt das Radio Filharmonisch Orkest unter der musikalischen Leitung von Valerio Galli.

Nicht das Handlungsgeschehen ist für diesen Film zentral - darin einem Ballett oder einer Oper ähnlich und ganz unähnlich einem Spielfilm, wie wir ihn uns heute vorstellen -, sondern die Entfaltung berückender ästhetischer Effekte und einer experimentierenden Körperkunst der Diva Borelli. "In der Abfolge von Posen, Gesten und Blicken modulierten die italienischen Filmdiven ihre stummen Arien, jede mit dem ihr eigenen physischen Timbre. Lyda Borelli ist die Unwirklichste. Mehr bewegte Malerei als bewegte Photographie ... oszilliert sie zwischen zwei vorformulierten erotischen Phantasmen der Dekadenz, der femme fatale und dem Androgyn; metallisch, gleissend, mit großen Gesichtszügen und muskulösem Hals, wirkt sie manchmal mächtig wie ein Transvestit ..." (Mariann Lewinsky) Ausstattung und Szenerien sind im Kontext ihrer Zeit modisch und avantgardistisch: die Bilderwelten des Jugendstils und des Symbolismus. 

Zur Musik: Kein Geringerer als Opernkomponist Pietro Mascagni schrieb 1914 die Musik zu dieser originellen Verfilmung der »Faust«-Sage. Auch Wagners »Tristan« stand Pate: Neben der Leitmotivtechnik bezeugt dies eine expressive, farbenreiche Harmonik, mit der Mascagni die Verflechtungen von Liebe und Tod illustriert. Dabei nimmt die Filmmusik auch eigenständige symphonische Formen an, die wiederum den Film zum illustrierenden Medium machen. Die Musik hat nicht blosse Begleitfunktion, sondern greift gleichberechtigt ein: Den dritten Teil des Films liess Mascagni - neben Puccini damals der bedeutendste Opernkomponist Italiens - nach seinen musikalischen Vorstellungen neu drehen. (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

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