DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED

Deutschland, 1926, Animation

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED war der erste abendfüllende Trickfilm der Filmgeschichte. Unter der Leitung der Scherenschnittkünstlerin Lotte Reiniger arbeitete ein Team, dem unter anderen der Maler und Experimentalfilmer Walther Ruttmann angehörte, drei Jahre lang an der Herstellung des Silhouettenfilms. So fanden filmkünstlerische Ambitionen und großes handwerkliches Können in diesem Märchen zusammen, dessen filigrane Figuren und phantasievolle zweidimensionale Dekors verzaubern. Ein zeitlos schöner Film, in Handarbeit an circa 100.000 Einzelbildern entstanden, deren Mühen ihm nicht anzusehen sind.

Der Sohn des großen Kalifen von Bagdad, Prinz Achmed, gerät in allerhand Abenteuer. Zunächst wird er auf ein fliegendes Pferd gelockt, das eigentlich das Interesse seines Vaters weckte, der sich aber auf kein Tauschgeschäft – seine Tochter gegen das Pferd – einlassen wollte. Das Pferd fliegt mit ihm auf eine Insel namens Wak-Wak. Dort verliebt sich Achmed in die schöne Pari Banu. Es folgen Entführungen, Missverständnisse, viele Kämpfe gegen Zauberer und böse Geister bis am Ende dann doch alles gut ausgeht. Unterstützt wird Achmed von Aladin und seiner Wunderlampe.

Kompositionen:

Wolfgang Zeller/Gerhard Müller-Hornbach (1983), Arr. nach der Originalmusik

Pierre Oser (1991), Arr. nach der Originalmusik

Wolfgang Zeller/Helmut Imig (1926)

Wolfgang Zeller/Jens Schubbe (2017)
Kammerorchester (18 Musiker)
Besetzung: 1.1.1.1 – 1.0.0.0 – timp.2perc – pno/org/cel – str 2.2.2.2.1
Dauer: 66 Min.