ORQUESTA SINFÓNICA DE MADRID spielt DIE NIBELUNGEN

Filmkonzert
21.03.2020 DIE NIBELUNGEN. Teil 1: SIEGFRIEDS TOD
28.03.2020 DIE NIBELUNGEN. Teil 2: KRIEMHILDS RACHE
Teatro Real, Madrid
Dirigent: Nacho de Paz

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Lang selbst erklärte zum Stilprinzip seiner NIBELUNGEN: ‚Es handelte sich um das geistige Heiligtum einer Nation. Es mußte mir also darauf ankommen, in einer Form, die das Heilig-Geistige nicht banalisierte, mit den NIBELUNGEN einen Film zu schaffen, der dem Volke gehören sollte und nicht, wie die ‚Edda‘ oder das mittelhochdeutsche Heldenlied, einer im Verhältnis ganz geringen Anzahl bevorzugter und kultivierter Gehirne. Damit war die Bedingung gestellt, den NIBELUNGEN-Film mit unerbittlicher Strenge von dem Schema der üblichen Kostümfilme loszulösen und ihn auf eine Basis zu stellen, die jenseits des Ausstattungsfilms und des Sensationsfilms stehend, dennoch etwas vom Prunk des ersten und vom hinreißenden Atem des zweiten hatte.‘

Gottfried Huppertz’ NIBELUNGEN-Musik zählt zu den großen, stilbildenden Werken der frühen Filmmusik. Mit seiner ersten Filmmusik hatte er sogleich eine große Herausforderung zu meistern: fast fünf Stunden Musik für sinfonisches Orchester. Huppertz hatte zunächst gezögert, den Auftrag anzunehmen, da er befürchtete, dass seine Musik nie unabhängig von Richard Wagner wahrgenommen würde, während die Aufgabenstellung – wie auch die Erwartung von Fritz Lang – eine ganz andere war: nämlich eine Musik zu schreiben, die primär den Anforderungen des Mediums Film entspricht und die musikalisch das Konzept fortführt, nach dem Thea von Harbou und Fritz Lang den großen Stoff aufbereitet und filmisch umgesetzt haben.