Nürnberger Symphoniker spielen IM KAMPF MIT DEM BERGE

Filmkonzert
24.01.2020
26.01.2020
Musiksaal in der Kongresshalle, Nürnberg
Dirigent: Christoph Adt

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Im Jahr 1920 drehte der Filmpionier Dr. Arnold Fanck (DIE WEISSE HÖLLE VOM PIZ PALÜ) am Fuße des Theodulgletschers die ersten Bilder von der faszinierenden Bergwelt rund ums Matterhorn im Kanton Wallis. Fanck kreierte faszinierende, in ihrer Zeit gänzlich neuartige Bildwelten, die er unter extremen Bedingungen ausschließlich im Freien mit einigen der besten Kameraleute drehte. In enger Zusammenarbeit mit Fanck schuf Paul Hindemith für diesen Film eine der ersten Originalkompositionen der deutschen Stummfilmkunst.

„Im Dokumentargenre erreichten diese Filme Unvergleichliches“, meinte Siegfried Kracauer. „Jeder, der sie gesehen hat, wird sich an das glitzernde Weiß der Gletscher gegen einen dunklen kontrastierenden Himmel erinnern, an das großartige Spiel der Wolken, die sich als Berge über den Bergen auftürmen, an die Eiszapfen, die von den Dächern und Fenstersimsen irgendeiner kleinen Hütte herabhängen und an die merkwürdigen Eisgebilde, die in den Gletscherspalten durch die Fackeln eines nächtlichen Rettungstrupps zu funkelndem Leben erweckt wurden.“

Diese Bilder, die nach all den Jahren nichts von ihrer Suggestivkraft verloren haben, inspirierten einen der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Paul Hindemith, zu einer regelrechten ‚Alpensymphonie‘. Ihr Farbenreichtum untermalt nicht nur, sie setzt dramaturgische Akzente, die dem dokumentarisch gehaltenen Film zu besonderen Spannungsmomenten verhelfen. Die Wirkung ist unvergleichlich, wuchtig und packend und kommt ohne das aufgesetzte Pathos aus, das spätere Bergfilme in Handlung und Begleitmusik oft aufweisen.