BRAM STOKER’S DRACULA – LIVE IN CONCERT

OT: DRACULA
USA, 1992, Drama

„Jetzt geht’s los, ich mach’s noch einmal, und es ist DRACULA, es wird Bram Stokers DRACULA sein. Ich muss sehr viel Musik hören, weil ich einen wirklich großen Komponisten haben möchte. Ich möchte, dass die Partitur für DRACULA wie eine Prokofjew-Partitur für Eisenstein ist. Ich möchte, dass sie von Sinfonieorchestern aufgeführt wird.
Ich wünsche mir großartige Musik. Nicht nur Theatermusik, sondern großartige Musik.“
Francis Ford Coppola, 15. Februar 1991

Francis Ford Coppolas filmische Nacherzählung des Romans von Bram Stoker wurde 1992 ein Kassenschlager, gekrönt von drei Academy Awards. Seine frische und kühne konzeptionelle Energie machte den Film zum einflussreichsten Vampirfilm seit Jahrzehnten. Ein Film, dessen Opulenz und Sinn für Spektakel eine ganz neue Welle von zeitgenössischen Horrorfilmen auslöste. Eine der Stärken des Films war die Rückbesinnung auf Bram Stokers Originalroman, anstatt einer Adaption des populäreren Theaterstückes aus den 1920er Jahren.

1897 veröffentlicht, schrieb Stoker seinen Roman gerade in der Geburtsstunde der Psychoanalyse und des Kinos. Diese sich überschneidenden Elemente ermutigten Coppola, eine große opernhafte Film-Extravaganz zu schaffen, die von den visuellen Techniken der Stummfilmzeit inspiriert war. In der Tradition von Friedrich Wilhelm Murnaus FAUST (1926) und Fritz Langs METROPOLIS (1927) ist BRAM STOKERS DRACULA vielleicht das letzte Juwel des Studiofilmschaffens – und sicherlich der am tiefsten europäisch verwurzelte Film, der je in Hollywood produziert wurde.

Aufführungen:
28.09.2019 Orquesta Sinfónica de Tenerife / Auditorio de Tenerife
15.05.2019 Beethoven Academy Orchestra / The Krakow Film Music Festival (FMF)
(Premiere)