HOW TO MAKE MOVIES

USA, 1918, Komödie/Dokumentation

Im Januar 1918 bezog Chaplin sein eigenes neues Atelier in Hollywood, welches damals noch von Orangenhainen umgeben war. Sein Kameramann Roland Totheroh hatte den Bau des Studios aufgezeichnet und in Intervallen von der gleichen Position aus gefilmt, so dass der Film anschließend zusammengesetzt werden konnte, um die Illusion einer beschleunigten Handlung zu vermitteln. Chaplin hatte die Idee, dieses Material mit dokumentarischen Aufnahmen des Studios bei der Arbeit zu kombinieren, um einen Film mit dem Titel HOW TO MAKE MOVIES zu drehen. Er wurde nie fertiggestellt oder veröffentlicht, vermutlich weil die Verleiher, First National, der Meinung waren, dass ein so beiläufiger Dokumentarfilm dieser Art kein angemessener Ersatz für eine der Komödien sein würde, mit deren Produktion Chaplin beauftragt worden war. Obwohl Chaplin 1959 einen Teil des Materials in THE CHAPLIN REVUE verwendete, wurde HOW TO MAKE MOVIES erst 1982 in seiner Gesamtheit gesehen, als Kevin Brownlow und David Gill den gesamten Film wie ursprünglich vorgesehen zusammenschnitten, wobei sie der Kontinuität folgten, die eine überlieferte Titelliste bot.

Der Film beginnt mit „A Dream Comes True – His Own Studio“. Albert Austin, in der Rolle eines Flaschengeistes, scheint den Zauber zu produzieren, der das Studio in Form von „The Olde English Village“ entstehen lässt. Chaplin kommt in seinem Auto an, schließt das Studio auf und betritt sein Büro. Die Post wird von der Sekretärin Nellie Bly Baker gebracht, die selbst Charakterdarstellerin werden sollte, nachdem sie in der Rolle der Masseurin in A WOMAN OF PARIS brilliert hatte. Die größten Schätze des Studios – Charlies heruntergekommene Comedy-Stiefel – werden von Chaplins persönlichem Diener, Tom Harrington, aus dem Safe geholt, dessen Chef ihn anweist, sie mit Ehrfurcht zu behandeln. Währenddessen wird die Studiocrew alarmiert: „Er ist da!“ und tritt in Aktion. Chaplin inspiziert die Schreinerei, und man zeigt uns die Labore (die für den Film von Albert Austin beaufsichtigt wurden) und den Schneideraum, in dem Chaplin das Filmmaterial inspiziert.
An einer Komödien-Probeszene sind Schauspieler der Studio-Aktiengesellschaft beteiligt – Edna Purviance, Henry Bergman und der zierliche Loyal Underwood, der von Chaplin und einem gigantischen Schauspielerkollegen wiederholt am Hals gepackt wird. Chaplin frisiert sich und macht einen Leinwandtest. Es gibt Spaß am Studiobecken.
Chaplin legt sein Tramp-Make-up für eine Komödiensequenz auf dem Golfplatz auf – eindeutig vor der Eröffnung des Studios gedreht, da es sich um Eric Campbell handelt, der im Dezember 1917 bei einem Autounfall ums Leben kam. Schließlich zieht Chaplin sein Kostüm wieder aus, zieht seine Alltagskleidung an und wird aus dem Studio vertrieben. (Quelle: https://www.charliechaplin.com)

Komposition:
Carl Davis

Kleines Orchester (29 Musiker)

Besetzung: 1/picc.1.1/Escl+1/asx.1 – 2.3.1.0 – timp.1perc – pno/cel/hrm –str 5.5.2.2.1

Dauer: 13 min.